SCHENKSCHES HAUS

SCHENKSCHES HAUS / Die Außensanierung ist abgeschlossen.
Kleine Feier anlässlich der Entfernung des Gerüsts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das feierte man mit einem über das Schmuckstück hocherfreuten Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU), dem Architekten Torsten Schön vom Architekturbüro Schön + Rückholdt, Liegenschaftsfonds-Geschäftsführer Erik Schaab und Vertretern der bereits in das Vorderhaus eingezogenen Institutionen: von MigraMundi, der GWW-Abteilung Leben und Wohnen im Alter und dem Büro für staatsbürgerliche Frauenarbeit des Landes Hessen.

Im Nebenhaus hin zur St. Bonifatiuskirche befindet sich bereits das Büro des Filmfestivals Go East. Weil aber dort auch noch innen renoviert werden muss, wird Go East vorübergehend in das Vorderhaus einziehen. Nach weiteren Mietern, so Erik Schaab, halte man noch Ausschau.

Dass während der Bauzeit hinter dem Gerüst nun alles so schön geworden ist, hat selbst den Architekten überrascht, wie Torsten Schön in einer kleinen Ansprache bekannte. Er empfiehlt den Wiesbadenern, das Haus nachts anzuschauen, wenn es beleuchtet ist.

Architektonisch besticht das Schenksche Haus besonders durch seinen die Mitte betonenden kleinen Säulenportikus und das flach geneigte Walmdach, mit denen es sich von den übrigen Häusern der Friedrichstraße abhebt. Sein erster Besitzer war der Rechnungskammer-Vizepräsident Carl Friedrich von Schenk.

Architekt war der für Wiesbaden bedeutende Baumeister Christian Zais, von dem außer dem Schenkschen Haus nur noch das Erbprinzenpalais erhalten ist, in dem sich heute die Industrie- und Handelskammer befindet. Das alte Kurhaus von Christian Zais wurde 1905 abgerissen, um Platz für einen Neubau zu machen, das Hotel Vier Jahreszeiten an der Wilhelmstraße 1945 bei einem Fliegerangriff zerstört.

Bis 2009 war im Schenkschen Haus das 1. Polizeirevier untergebracht – unter unzumutbaren Umständen -, bevor die Polizei an den Platz der deutschen Einheit umzog. 2009 kaufte die Stadt dem Land das Haus für 748 000 Euro ab. Oberbürgermeister Helmut Müller lobte die Handwerker und den Architekten und gab sich sicher, dass das Haus nie wieder so herunterkommen würde.

 

Ein Artikel im Wiesbadener Tagblatt vom 30.8.2013

Schenksches Haus – Wiesbaden